Herzlich Willkommen

 

Liebe Tanzsportfreunde, liebe Vereinsmitglieder,

herzlich willkommen auf unserer Internetseite. Auf der Startseite finden Sie aktuelle Neuigkeiten rund um den TSC Casino Dresden e.V..

Viel Spaß auf unserer Seite.


 

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Neben den Turniertänzern tummeln sich im TSC Casino natürlich auch etliche Breitensportler. Und damit nicht verborgen bleibt, was diese treiben, während unsere Turniertänzer fleißig Erfolge ertanzen, möchten wir auch gern einen kleinen Einblick in diese Sparte geben.

Was macht also der typische Breiti, an einem Wochenende? Manchmal genau dasselbe, wie die Turniertänzer, nur ein wenig anders! So trug es sich also zu, dass sich am 12. November eine kleine sächsische Delegation gut gelaunt auf dem Parkplatz der Brose Arena in Bamberg einfand. Dabei kann man für den Tanzsport fast ökumenische Verhältnisse ausmachen: Mitglieder des TSC Casino Dresden, der Tanzschule Herrmann-Nebl und der Tanzschule Lax hatten sich vorgenommen, bei der Deutschen Meisterschaften Formation Standard und Latein aufzutreten, als Dresdner Schlachtenbummler, versteht sich.

Warum man für das Schnuppern von Turnierluft ausgerechnet nach Bamberg aufbrechen muss, wo es doch auch große Turniere vor der Haustür gibt, erklärt sich mit der Disziplin: Formationen sind in Dresden schwer zu finden. Und dann gibt es gleich die Deutsche Meisterschaft in Latein und in Standard in Kombination zu sehen... Die Erwartungen auf einen tollen Tag waren groß und wurden nicht im Geringsten enttäuscht! In der Formation wird der 2er-Teamsport Tanzen zu einem Mannschaftssport. Diese Stimmung ließ sich nicht nur auf der Fläche erleben und einfangen. Sie lag überall in der Arena in der Luft. Um sie zu beschreiben, erinnere Man(n) sich am besten kurz an die Mutter der Kabinenansprachen im Rasenballsport, gehalten von ‚Flipper‘ Jürgen Klinsmann zur WM 2006: "Die ham' Muffe, die ham' Muffe vor euch. Die kommen hier mit 'ner defensiven Aufstellung an, die machen sich in die Hosen! Es geht darum, aggressiv und konzentriert zuzubeißen, deshalb haben wir unseren Capitano... Wir sind heiß Jungs, wir sind heiß!"? Hat jemand Gänsehaut? Um das einmal hautnah beim Tanzen zu erleben, sollte man in die Kombi-Karte für Nachmittag und Abend investieren. Dann bleibt genug Zeit für einen Bummel um die Arena, wo sich die Teams mit dem guten alten Ghettoblaster auf dem Fußboden anheizen! Und während man die Fußballer nur im TV sieht, kann man hier fast hingehen und „anfassen“!

Für Breitensportler immer wieder bemerkenswert sind natürlich auch die optischen Eindrücke: wundervolle Kleider, aufwendiges Makeup, tolle Frisuren und alles gleich in geballter Form. Nicht zuletzt ist dann da noch die Figur, die man selber gerne hätte. Und von den neidvollen Blicken auf das  tänzerische Können wollen wir da gar nicht erst reden...

Genial fanden wir übrigens die Vorstellung zum Thema „Herzschlag“ von der Formationsgemeinschaft TTC Bochum - 1. TSZ Velbert, die mit ihrem zweiten Platz einen Überraschungserfolg landeten und diesen auch fulminant feierten. Die durchweg deutschen Titel von Christina Stürmer, Andreas Bourani oder Mark Forster und Co. gaben der gesamten Choreo irgendwie eine eigene Seele und so rockte das Team einfach die gesamte Halle. Dabei ließen sie die Gewinner in Punkto Begeisterung auch deutlich hinter sich.

Als einziges Manko der Veranstaltung sei die etwas arg straffe Zeitplanung benannt. Turnierbeginn war gegen 15:00 Uhr geplant. Danach gab es für Standard und Latein je Vor-, Zwischenrunde und Finale zu bestreiten, was sich bis Mitternacht hinziehen sollte. Der Veranstalter war bemüht, diesen Zeitplan auch einzuhalten und drücke ordentlich auf das Tempo. Das führte z. B. dazu, dass in den Anmoderationen nahezu kein Wort zu den Choreografien selbst gesagt wurde. Auch  zur Siegerehrung nahm man sich dann auch nicht mehr die Zeit, den Sportlern die Medaillen persönlich zu überreichen, sondern gab diese gleich Bündelweise an die Trainer. Bei einer deutschen Meisterschaft sollte hier mehr möglich sein?!

Der Breiti wäre natürlich nicht der Breiti, wenn er nicht die sonstigen Vorzüge Bambergs gleich noch mitnehmen würde. Dazu zählt natürlich auch ein Besuch im Schlenkerla, wo zünftig Gerupfter und Schäufala bestellt werden, die dann mit einem Aecht Schlenkerla Rauchbier zu begleiten sind. Als Dresdner kann man natürlich auch gleich noch schauen, was es denn mit diesem Weltkulturerbe nun eigentlich auf sich hat, denn auch diesen Status hat Bamberg mit seiner Altstadt zu bieten. Natürlich sollte  auch ein Besuch beim heiliggesprochenen Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde nicht auf der Agenda des Rahmenprogramms fehlen.
Wer sich gerade fragt, wann wir denn endlich mit den Ergebnissen der Deutschen Meisterschaft herausrücken - die sind gar nicht so wichtig, sondern die Erinnerungen an ein geniales Wochenende.

(st)